Erich Dagobert von Drygalski war ein deutscher Geograph, Geophysiker und
Polarforscher.
Seine erste Südpolarexpedition leitete
Drygalski vom 1901 -1903, die zugleich die erste deutsche Südpolarexpedition war. An
Bord der Gauss gingen 32 Leute, darunter fünf Wissenschaftler. Am 11. August begann
die Expedition, nach fünf Monaten im Februar 1902 sichten sie erstmals unbekanntes
Land, das dann nach dem deutschen Kaiser , unter den Namen Kaiser-Wilhelm- II.-Land
benannt wurde. Bereits am Tag darauf traf das Schiff auf Packeis, und war dann
endgültig eingeschlossen und fast ein Jahr etwa 50 Meilen vor der Küste
festgehalten. Diese Zeit wurde genutzt für intensive Forschungstätigkeiten, dabei
wurden viele meteorologische und zoologische Daten gesammelt.
Die Reise brachte der Wissenschaft zahlreiche neue Erkenntnisse
über eine bis dahin nahezu unerforschte Region der Erde und war daher insgesamt ein
großer wissenschaftlicher Erfolg. Kaiser Wilhelm II. war jedoch unzufrieden, denn
die deutsche Expedition drang nur bis 66°2' südlicher Breite vor, während die
konkurrierende Expedition der Briten 82°17' südliche Breite erreicht hatte. An einem
„Wettlauf zum Pol“ mochte Drygalski sich nach seiner Rückkehr jedoch nicht
beteiligen. Gegenüber seinen Mitarbeitern soll er geäußert haben: „Für die Polarforschung ist es unerheblich, wer als erster am Pol steht“.